Tupperdosensuche

26
Okt
2004

Geocaching im wahren Leben

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Nach der etwas technischen Beschreibung von gestern, will ich heute mehr vermitteln, was am Geocachen so Spaß macht. Dazu will ich ein bißchen erzählen, wie ich das letzte Wochenende ausgenutzt habe und was ich bei den 9 Caches, die ich gehoben habe, erlebt habe.
Los gings am Freitag. Weils Wetter so toll war hab ich in der Mittagspause zwischen 2 Vorlesungen mit einem sog. Multicache begonnen. Ein Multicache ist ein Cache, der sehr der klassischen Schnitzeljagd ähnelt. Dabei sind die im Internet angegebenen Koordinaten nicht die Koordinaten des Schatzes, sondern einer ersten Station, wo man entweder Hinweise auf eine weiter Station erhält oder aber auch einen ersten Hinweis auf das Cacheversteck. Ich bin also gegen 1 Uhr los zum Karolinenplatz, dort ist nämlich die erste Station des Maxvorstadt MC1. Wie man aus der Cachebeschreibung ersehen kann, muß man dort eine Jahreszahl ablesen und bekommt so die Koordinaten der zweiten Station. So hab mich mich dann bis zur vierten Station vorgearbeitet. Dann gabs eine kurze Pause, um in die Vorlesung zu gehen und dann gings weiter mit Station 5. Bei der sechsten Station stand ich dann vor dem Problem, daß ich natürlich kein Telefonbuch mit mir rumschleppe und das auch keine Telefonzelle mit Telefonbuch aufzutreiben war. Mit etwas Raterei bin ich dann vor dem Verbindungshaus gelandet und konnte das Cachversteck ansteuern. Und dort gabs dann gleich das nächste Problem. Der Cache ist an einem relativ belebten Ort versteckt und wie man sich vorstellen kann, wären Normalbürger etwas irritiert, wenn sie mich dabei beobachten würden, wie ich eine in Plastiktüte eingewickelte Tupperdose hinter einem Grabstein hervorziehe. Darum war hier warten angesagt, bis kein "Geomuggel", so werden im Fachjargon die nicht Geocacher genannt, in Sicht war. So konnte ich dann befriedigt gegen 18 Uhr den Heimweg antreten. Insgesamt war ich also knapp 4 Stunden dafür unterwegs.
Samstag. Das Fantaistische Wetter forderte geradezu zum Cachen heraus und so bin ich mit dem Fahrrad meiner Freundin Steffi losgezogen. Ich habe mir dafür eine Runde durch und um den Olympiapark herausgesucht. Auf die Liste habe ich mir nur sog. Traditionals geschrieben, d.h. Caches, bei denen die Koordinaten aus dem Internet mit dem Cacheversteck übereinstimmen. So habe ich mir "Olympiapark München #2", "Hängt ihn höher", "Schüttelreim-Cache", "Dante-Cache" und "Schlingel #1" rausgesucht. Wer genaueres über diese Caches erfahren will, geht einfach auf die Geocaching.com Seite und gibt die Namen bei "Hide and Seek Cache" ein. Den Schüttelreim und den Schlingel konnte ich leider nicht finden. Beim Schüttelreim lag es daran, daß sich in dem Cachegebiet ein paar Sandler eingenistet haben und so die Gefahr, von Geomuggeln beobachtet zu werden zu groß war. Beim Schlingel liegt die Schwierigkeit darin, erstmal in die Nähe des Caches zu kommen, weil er, sagen wir mal, sehr verkehrsgünstig gelegen ist. Aber 3 Caches war schonmal nicht schlecht.
Für den Sonntag hatte ich mir etwas größeres vorgenommen. Alleine Cachen zu gehen macht zwar Spaß, aber zu zweit oder dritt ists halt noch viel schöner. Darum hab ich im Geocach-Forum nachgefragt, ob jemand mitkommen will. Schlußendlich waren wir dann zu zweit, Nontoxicprinting und ich. Wir haben uns vorher noch nicht gesehen und sozusagen ein Blind-Date ausgemacht. Wie aber alle Cacher, die ich bisher kennengelernt habe, ist er ganz nett und man kann gut Tupperdosen mit ihm suchen gehen. Wir hatten uns eine Tour im München Norden zusammengestellt, bestehend aus 2 Traditionals ("Im Mühlengrund" und "Dornröschen") und 2 Multis ("Umzingelt!" und "Isarauen 1 - Kleiner Waldspaziergang"). Getroffen haben wir uns beim Ausgangspunkt von Umzingelt, bei einem der neuen Wahrzeichen Münchens: Dem Fröttmaninger Windrad. Hier gab es dann einige Zahlen abzulesen und nach einem Besuch beim allten Fröttmaninger Kircherl gabs einiges zu rechnen. Aber der Cache bzw der Ausblick vom Cache hat sich gelohnt. Danach gings fröhlich Ratschend weiter zum Dornrößchen. Schon interessant wie einen der Ausblick, sich auf einem Stück Papier eintragen zu können durch die Pampa sprengt. Auf dem Anschließenden weg zum Mühlengrund haben wir Windi, einen weiteren Münchner Cacher, getroffen. Schon von weitem konnten wir uns an den gelben "Handys" erkennen. Windi gab uns seine Telefonnummer, für Notfälle, weil schließlich hatte er den Isarauencache versteckt. Der Mühlengrund-Cache war schnell gefunden und so gings weiter zu den Isarauen. Hier war wieder rechnen und durchs Unterholz stolpern angesagt. Nach nur einer Stunde waren wir am Cache, aber trotz Windis Hilfe als Telefonjoker haben wir fast 45 Minuten gesucht. Wir sind wohl mindestens 10 mal übers Versteck gestiegen, ohne die Dose zu entdecken. Gegen 16:30 trennten sich Nontoxics und meine Wege wieder. Fünfeinhalb Stunden hatten wir Schätze gesucht, sind durch die Gegend gelaufen und haben das Wetter genoßen.
Zuhause habe ich dann die Caches "gelogt", d.h. auch Online eingetragen, daß ich die Caches gefunden habe und nach etwas zureden konnte ich Steffi überreden einen letzten Cache für dieses Wochenende zu machen: Den "Petuelpark #1" unter erschwerten Bedingungen, schließlich war es ja schon dunkel geworden. Und so dtomerten wir mit Taschenlampen bewaffnet durch den Park und genoßen das Glücksgefühl, als wir den Cache gefunden und erfolgreich unentdeckt wieder versteckt hatten.
Obwohl es nun doch ein ziemlich langen Text geworden ist, hoffe ich, daß Geocaching mal von der "angewandten" Seite her beleuchten zu können und den Spaß daran nachvollziehbarer gemacht zu haben.

25
Okt
2004

Geocaching - was ist das?

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Geocaching ist ein neues Outdoor Hobby für die ganze Familie. Weil die meisten es vermutlich noch nicht kennen hier erstmal eine Erklärung worum es dabei geht.
Beim Geocaching geht es darum mit Hilfe eines GPS-Empfängers einen Schatz zu finden. Das "Geo" (Erde) in Geocaching kommt daher, weil per GPS (Global-Positioning-System) überall auf der Erde bis auf ein paar Meter Genauigkeit die eigene Position bestimmen kann. Das "caching" kommt von "Cache" (Schatz, Versteck) und Schätze sucht man bei Geocaching.
Diese Schätze sind z.B. Tupperdosen, die mit allerlei Krimskrams gefüllt sind und deren Position vom "Verstecker" im Internet publiziert werden. Nun kann man kostenlos diese Koordinaten aus dem Internet bekommen, in sein GPS-Gerät eingeben und dann seine eigene Position bezüglich des Caches ablesen, zB 500 Meter Südwestlich des Caches. Nähert man sich nun diesen Koordinaten, bei denen der Cache liegt, zeigt das Gerät das auf ein paar Meter genau an. Die Caches liegen meist an Landschaftlich besonders schönen Orten (in München z.B. Englischer Garten, Bavaria an der Theresienwiese oder auch Nymphenburger Park). Ist man bei den Koordinaten angekommen müßte man eigentlich genau auf dem Versteck (oder unter ihm) stehen. Da die Positionsangaben des GPS-Empfängers nie ganz auf den Meter genau sind, hat man meist einen Bereich mit Radius von 10 Meter, in dem der Cache liegt.
Hat man den Cache gefunden trägt man sich in das Logbuch ein und tauscht einen der Gegenstände aus dem Cache und versteckt ihn wieder, so daß der nächste "Cacher" den Cache auch finden kann.
Das Interessante am Geocaching ist das Suchen, die Bewegung in der freien Natur in Verbindung mit einem Technischen Spielzeug und die Spannung, ob man den Cache findet und wie Kunstvoll er wohl versteckt sein mag. Besonders zusammen mit Gleichgesinnten beim sog. "Rudel-Cachen" oder als Spiel mit Kindern macht das Geocaching Spaß, da zusätzlich noch der Wettstreit, wer den Cache als erster gefunden hat anstachelt.

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